Weitere Varianten
Der Seecontainer in der ursprünglichen Form besteht aus einschaligem Stahlblech, ist komplett geschlossen und verfügt an einer Stirnseite über ein zweiflügeliges Containertor. Verschiedene Einsatz- und Anwendungsbereiche erfordern jedoch spezielle Varianten. Nachfolgend sind nur Containertypen aufgeführt, die als neu bzw. neuwertige Container zur Verfügung stehen. Eine Übersicht über alle Containertypen finden sie hier: Seecontainer-Typenübersicht.
Kühlcontainer
Kühlcontainer bestehen aus geschäumten Isolierpaneelen und verfügen über ein eigenes Aggregat zur Kälteerzeugung. Weitere Informationen zu Kühlcontainer. Ist das Aggregat defekt oder entfernt spricht man von einem Isoliercontainer.
Double-Door-Seecontainer
Double-Door-Container besitzen in beiden Schmalseiten ein Containertor. Die Doppeltorausführung der Seecontainer ist in folgende Größen erhältlich:
- 20 Fuß
- 20 Fuß High-Cube
- 40 Fuß
- 40 Fuß High-Cube
Seecontainer mit Seitenöffnung
Wenn Standard-Seecontainer an ihre logistischen Grenzen stoßen, kommt der Open-Side-Container zum Einsatz – im Fachjargon auch oft als Full-Side-Door-Container bekannt, Seitenöffnungscontainer oder schlicht Side-Door-Container bezeichnet. Diese spezialisierte Containerart kombiniert die internationale Standardisierung des klassischen ISO-Seecontainers mit einer unvergleichlichen Flexibilität bei der Be- und Entladung.
Das herausragende Merkmal dieses Intermodalcontainers ist seine Konstruktion: Zusätzlich zu dem standardmäßigen, robusten Doppelflügeltor an der Stirnseite verfügt der Open-Side-Container über ein intelligentes Mehrfachflügeltor in der rechten Längswand.
- Komplett öffnende Seitenwand: Die gesamte Längsseite lässt sich auf einer Breite vollständig und barrierefrei öffnen.
- Falt- und klappbare Falttore: Die Seitentüren sind so konstruiert, dass sie sich platzsparend und Ziehharmonika-artig zur Seite klappen lassen. Das ermöglicht einen uneingeschränkten Zugriff auf das gesamte Containerinnere von der Längsseite aus.
- Ideal für Langgut & Sperrgut: Rohre, Holzbalken, Maschinenbauteile oder andere Güter mit Überlänge, die unmöglich durch die schmale Stirnseite passen, werden hier einfach per Gabelstapler von der Seite hineingefahren.
- Perfekt für die Palettenlogistik: Zeitaufwendiges „Einfädeln“ entfällt. Ein Stapler kann mehrere Europaletten gleichzeitig nebeneinander direkt von der Längsseite laden.
- First-In – First-Out (FIFO) im Lagerbetrieb: Wird der Container als mobiles Materiallager oder Werkstattcontainer auf Baustellen genutzt, müssen Sie nicht erst den halben Container ausräumen, um an die hinteren Gegenstände zu gelangen. Jedes Gut ist sofort von der Seite aus erreichbar.
- Event- und Messebau: Aufgrund der komplett zu öffnenden Front eignen sich Side-Door-Container hervorragend für den Umbau zu modernen Messeständen, mobilen Verkaufsshops, Gastro-Kiosken oder Event-Bühnen.
Seecontainer mit Mineralwollisolierung
Die Basis für diesen Container ist ein 20 Fuß Standardcontainer, der innen eine etwa 60 mm starke Mineralwollisolierung aufweist. Der Innenabschluss der Wandflächen ist dabei mit verzinktem Glattblech ausgeführt. Die Türen sind ebenfalls auf diese Weise isoliert. Der Boden ist von unten mit etwa 100 mm Mineralwolle isoliert und ebenfalls mit Glattblech verschlossen.
In der Regel werden diese Container als Basis für weitere Ein- und Umbauten genutzt und dienen anschließend als Einhausung für Aggregate, Pumpen, Prüfstationen oder andere Installationen.
Open-Top-Seecontainer
Wie der Name schon erkennen lässt hat der Open-Top-Seecontainer ein offenes Dach. Die Dachöffnung ist dabei mit einer stabilen Plane und Zurrschnur verschlossen. Das Planendach wird durch herausnehmbare Querspriegel unterstützt. In seltenen Fällen sind auch Open-Hard-Top-Container verfügbar. Diese besitzen dann ein abnehmbares Stahldach. In der Regel kann der obere Türträger entfernt oder ausgeklappt werden. Open-Top-Container sind in 20 und 40 Fuß erhältlich.
Die besonderen Konstruktionsmerkmale ermöglichen das Be- und Entladen per Kran oder Laufkatze. Sperrige und grossvolumige Güter können bei geöffnetem Dach und Türquerträger leicht von oben oder durch die Türöffnung in den Container verladen werden.
Zur Sicherung der Ladung sind wie bei den Standardcontainern an den Längsträgern und in den Eckpfosten Zurringe angebracht, die je nach Ausführung mit etwa je 1 Tonne belastbar sind. Da die Dachquerspriegel auch zur statischen Aussteifung des Containers dienen, sind die Open-Top-Container nicht für überhohe Ladungen geeignet.
Nur wenige Baureihen verfügen über Gabelstaplertaschen, die Container werden in der Regel über die Anschlagpunkte an den Ecken mit Kran oder Spreader bewegt.
Low-Cube-Container
Im Grunde genommen ist der Low-Cube-Container ein Standard-Seecontainer, bei dem lediglich die Außenhöhe mit nur 8 Fuß, also 2.428 mm, von den Standardmaßen abweicht. Diese Container finden meist Verwendung, wenn ein Abrollrahmen darunter angebracht werden muss. Allerdings werden die Low-Cube-Container nicht häufig benötigt und stehen daher meist nur in geringen Mengen und ausschließlich in 20 Fuß Länge zur Verfügung.