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LKW-Wechselcontainer

Beschreibung

Wechselcontainer, häufig auch als Wechselbrücke, Wechselbehälter, Wechselaufbau bezeichnet (weitere Bezeichnungen sind Wechselpritsche oder Wechselkoffer, abgekürzt auch WAB) sind austauschbare Ladungsträger, die ähnlich dem Seecontainer im kombinierten (intermodalen) Verkehr eingesetzt werden. Dazu sind sie mit Greifkanten für die Kranung im Terminal, Containerecken zur Verrieglung mit Twistlocks auf LKW und Güterwaggons sowie Stützbeinen zum Abstellen und Wechseln ohne Hebegerät ausgestattet.

Das Verriegelungsmaß der Wechselbrücken ist mit dem eines 20 Fuß Seecontainers identisch, sodass in der Regel ohne Umrüstung das gleiche Fahrzeuge beide Typen transportieren kann. Der große Vorteil der Wechselcontainer liegt in ihren Abmessungen, die eine optimale Auslastung mit Europaletten ermöglicht. Siehe dazu auch unsere Aufstellung "Paletten im Container".

Geschichte

Die Entstehung des Wechselcontainers begann Anfang der 1950er Jahre in Amerika mit der Entwicklung der Seecontainer. Auch die deutsche Post begann zu dieser Zeit spezielle Paketbehälter für den Straßen- und Schienenverkehr zu entwickeln. Beide Entwicklungen zielten auf eine Beschleunigung des Güterumschlags und eine Reduzierung der Standzeiten der eingesetzten Fahrzeuge ab.

Die moderne, heute bekannte Wechselbrücke mit Stützbeinen wurde ab 1971 von der Spedition Dachser entwickelt. Die zuvor eingesetzten Wechselbehälter mussten noch aufwändig mit Kran oder Stapler gewechselt werden. Die ausklappbaren Stützbeine ermöglichten ab diesem Zeitpunkt das Absetzen und Aufnehmen des kompletten Wechselaufbaus vom LKW ohne zusätzliche Hilfsmittel.

Abmessungen

Die Längen für Wechselbrücken sind festgelegt:

  • 7.150 mm (C 715)
  • 7.450 mm (C 745)
  • 7.650 mm (C 765)
  • 7.820 mm (C 782)
  • 13.600 mm (selten, Verriegelungsmaß 40 Fuß Seecontainer)

Die übliche Außenhöhe von etwa 2.670 mm wird bei den Volumenversionen mit einer Außenhöhe bis zu 3.200 mm) überschritten. Die übliche Breite liegt bei 2.550 mm, bei Kühlkoffern bei 2.600 mm. Die Bodengruppe der Wechselbehälter ist mit einen Zentriertunnel ausgeführt, der eine Durchfahrbreite von 600 mm, eine Stegbreite von 60 mm und eine Tunnelhöhe von 90 mm aufweist. Die Tunnelunterkante und die Unterkante der Eckbeschläge liegen dabei in einer Ebene.

Ein Wechselbehälter verfügt über vier genormte Stützbeine mit Diagonalstreben und einer doppelten Transportsicherung (Federriegel am Stützrohr, Fallriegel am Rahmen). Die Lage der Stützen ist für die Bauform C 715 auf 4.354 mm (A1) und für die längeren Wechselkoffer (ab C 745) auf 5.523 mm fesgelegt.

Die Abstellhöhen variieren von 980 mm (Volumenversionen, Jumbo-Wechselkoffer) bis zu 1.320 mm (Standard). Einige Wechselkoffer verfügen über teleskopierbare Stützbeine, sodass die Abstellhöhe auf den jeweiligen Fahrzeugtyp angepasst werden kann.

Eigenschaften & Vorteile

Da die Wechselbrücken im Gegensatz zu den Seecontainer eine europäische Entwicklung ist, sind deren Abmessungen an die Maße von EURO-Paletten angepasst. Die gängigen, als C-Behälter nach EN 284 produzierten Wechselkoffer, bieten in der 7,15m langen Variante 17 Palettenstellplätze für Europaletten und bei 7,45m Außenlänge 18 Stellplätze. Die etwas selteneren 7,820m langen Wechselcontainer haben 19 Europalettenstellplätze. Mittlerweile gibt es auch Stahlwechselkoffer und Kühlwechselbrücken mit einer sogenannten Doppelstockladeeinrichtung um den verfügbaren Raum besser zu nutzen und die Ware in zwei Lagen zu laden. Diese optimale Nutzung ist der wohl bedeutendste Vorteil der Wechselbrücken gegenüber den Seecontainern im innerkontinentalen Transportbereich.

Ein zweiter Vorteil kommt im Lagereinsatz zur Geltung. Rohre und Montageschienen aus Metall oder Kunststoff sind meist 6 Meter oder etwas länger und bei einer Innenlänge von 5,9 Meter im 20 Fuß Seecontainer nicht unterzubringen. Hier sind die Wechselkoffer mit einer Innenlänge von etwa 7 Metern deutlich überlegen.

Nutzung

Konzipiert wurden die Wechselkoffer ursprünglich als flexible und mobile Transportlösung im täglichen Speditionseinsatz. Bei eingeklappten Stützbeinen und ebenerdiger Aufstellung des Wechselcontainers kann dieser bequem begangen und als Lager genutzt werden. Die gängige Ausführung mit Aluminium-Rolltor ermöglicht sogar das feste Anbringen einer Rampe oder eine im Untergrund versenkte Aufstellung mit nahezu ebenerdigem Zugang ohne Stufe. So ist das Befahren mit Hubwagen oder Gabelstapler eine Leichtes.

Bei einer Aufstellung mit ausgeklappten Stützbeinen an Rampenanlagen dienen die Wechselkoffer als zusätzliches, ebenfalls mit Gabelstaplern befahrbares, Erweiterungslager.